Zahlreiche Flussschiffe, die in den letzten zehn Jahren gebaut wurden, sind barrierearm - nicht aber barrierefrei. Die Passagierdecks sind durch Personenaufzügen miteinander verbunden, das Sonnendeck lässt sich aber nur über Treppen erreichen. Wir zeigen, welche Flusskreuzfahrten 2025 für Gäste mit eingeschränkter Mobilität empfehlenswert sind und welches Flussschiff sogar barrierefreie Flusskreuzfahrten für Rollstuhlfahrer ermöglicht.
Die Rostocker Reederei A-ROSA gehört mit 15 Schiffen europaweit zu den größten Anbietern für Flusskreuzfahrten.
In der A-Rosa Flotte gibt es keine Schiffe mit Kabinen, die für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Mehrere der Flussschiffe sind aber für Gäste mit eingeschränkter Mobilität interessant.
Die A-ROSA SENA ist mit einem Aufzug ausgestattet, der zwischen allen vier Passagierdecks fährt.
Das schöne Sonnendeck der SENA mit zwei Pools lässt sich allerdings nur über Treppen erreichen. Darüber hinaus gibt es an Bord mehrere behindertengerechte Kabinen.
Neben der A-ROSA SENA hat nur die A-ROSA ALVA, die seit 2019 auf dem Douro eingesetzt wird, einen Aufzug. Dieser fährt zwischen allen drei Passagierdecks.
Das Sonnendeck kann wie bei der SENA nur über Treppen erreicht werden. Für Personen im Rollstuhl ist die A-ROSA ALVA daher ebenfalls keine Option.
Keine Aufzüge, aber behindertengerechte Kabinen, gibt es auf den baugleichen A-ROSA Schiffen AQUA und BRAVA, die 2025 auf verschiedenen Rheinrouten ab Köln eingesetzt werden. Außerdem gibt es für Reisende, die eine Flusskreuzfahrt auf der französischen Seine planen, eine behindertengerechte Kabine (Nr. 224) auf der A-ROSA VIVA.
Das Angebot an Online-Anbietern für Flusskreuzfahrten wächst stetig. Wir zeigen sichere, günstige und nutzerfreundliche Plattformen.
Bei einigen Reedereien lässt sich ein Taxi-, Bus- oder Bahntransfer optional buchen. So kann die Flusskreuzfahrt bereits ab der Haustür komfortabel gestaltet werden.
Das einzige Schiff in Europa, das Personen im Rollstuhl Flusskreuzfahrten ermöglicht, ist die MS Viola von Phoenix Reisen.
Die MS Viola wurde 2019 umfassend saniert und ist mit 34 rollstuhlgerechten Kabinen auf Reisende zugeschnitten, die dauerhaft an einen Rollstuhl gebunden sind. Die Kabinen haben unter anderem extra breite Türen, befahrbare Duschen und unterfahrbare Waschbecken.
Für Begleitpassagiere stehen zudem eigene Kabinen zur Verfügung. Die Reiserouten und Ausflüge im Verlauf der Reisen sind natürlich ebenfalls auf Rollstuhlfahrer ausgerichtet. Aktuell (April 2025) lassen sich keine Flussreisen mit der MS Viola buchen, da das Schiff als Unterkunft für Geflüchtete mit Mobilitätseinschränkungen genutzt wird.
Flussschiffe anderer Reedereien sind ebenfalls teilweise behindertengerecht und mit Aufzügen zwischen den Passagierdecks ausgestattet. Je neuer die Schiffe, umso wahrscheinlicher ist es, dass ein Aufzug eingebaut wurde.
Empfehlenswerte Flussschiffe mit Aufzug sind die nickoVISION von nicko cruises (siehe Foto), die VIVA ENJOY von VIVA Cruises und die AMADEUS Nova von Lüftner Cruises.
Auf diesen Flusskreuzfahrtschiffen können auch Personen mit eingeschränkter Mobilität Flussreisen 2025 auf Donau, Rhein oder Mosel genießen.
Einige spezialisierte Reedereien und Reiseveranstalter haben sich auf barrierefreie Flusskreuzfahrten fokussiert. A-ROSA stattet neuere Schiffe wie die A-ROSA SENA mit barrierefreien Kabinen aus. Anbieter wie Phoenix Reisen und Nicko Cruises sind ebenfalls dafür bekannt, auf ausgewählten Schiffen ihrer Flotte entsprechende Kabinen anzubieten. Es ist entscheidend, bei der Buchung explizit nachzufragen, da die Ausstattung je nach Schiff stark variieren kann.
„Barrierefrei“ bedeutet, dass das Schiff über speziell ausgestattete Kabinen verfügt, die breitere Türen, befahrbare Duschen mit Haltegriffen und unterfahrbare Waschbecken haben. Zudem sind öffentliche Bereiche wie Restaurants, Salons und Sonnendecks meist stufenlos oder über Aufzüge und Rampen erreichbar. Wichtig: Die Barrierefreiheit endet oft an der Gangway. Landausflüge und Anlegestellen sind nicht immer für Rollstuhlfahrer geeignet, was vorab geklärt werden muss.
Nein, Landausflüge sind eine der größten Herausforderungen. Viele historische Städte Europas haben Kopfsteinpflaster, enge Gassen oder sind an Hängen gebaut. Zudem sind die Ausflugsbusse oft nicht mit Rampen oder Liften ausgestattet. Einige Reedereien bieten spezielle, angepasste Ausflüge an, dies ist aber eher die Ausnahme. Rollstuhlfahrer müssen oft alternative, selbstorganisierte Erkundungen planen oder auf Ausflüge in gut zugänglichen Städten hoffen.
Ja, in der Regel müssen Sie Ihren eigenen Rollstuhl oder Ihre Mobilitätshilfe mitbringen. Es ist unerlässlich, die Reederei bereits bei der Buchung über die Mitnahme und die genauen Maße (besonders bei E-Rollstühlen) zu informieren. Geben Sie alle speziellen Bedürfnisse an, wie z.B. den Bedarf an medizinischer Ausrüstung oder spezielle Ernährungsanforderungen. Eine frühzeitige Buchung ist entscheidend, da die Anzahl der barrierefreien Kabinen auf jedem Schiff stark begrenzt ist.
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