
Der Yangtze ist der drittgrößte Fluss der Welt. Und sowohl bei Chinesen als auch bei Europäern ein attraktives Ziel für eine Flusskreuzfahrt. Besonders beliebt sind die Flussreisen auf dem Yangtze im Rahmen von Rundreisen durch China. Wir geben einen Überblick zu verfügbaren Angeboten und Routen für die Saisons 2026 und 2027.

Die meisten Gäste buchen eine Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze im Rahmen einer größeren Rundreise durch China. Besonders nachgefragt sind bei deutschen Urlaubern geführte Gruppenreisen mit deutschsprachiger Reiseleitung.
SKR Reisen wurde von uns bereits als bester Anbieter für Rundreisen ausgezeichnet. Der Spezialist für Kleingruppenreisen bietet 14-tägige exklusive Rundreisen durch China mit Yangtze-Kreuzfahrt an. Die Gruppengröße bleibt dabei überschaubar.
Neben den Landschaften entlang des Yangtze stehen auf einer Gruppenreise auch die Metropolen Peking und Shanghai sowie die Terrakotta-Armee in Xi'an, der Himmelstempel und die Chinesische Mauer auf dem Programm. Der Flussabschnitt nimmt damit nur einen Teil der Reise ein und wird mit Aufenthalten an Land kombiniert.
Den Abschluss bildet meist ein Aufenthalt in Shanghai. Daneben werden auch Rundreisen in die entgegengesetzte Richtung angeboten, bei denen es von Shanghai aus über den Yangtze bis nach Peking geht.
Der Yangtze-Abschnitt wird mit Schiffen von Victoria Cruises durchgeführt – etwa der Victoria Katarina oder der Victoria Anna. Teilweise kommen auch Schiffe der Reederei President Cruises wie die President No.7 oder President No.8 zum Einsatz.


Die Flussschiffe auf dem Yangtze mit 4 bis 5 Sternen (Landeskategorie) sind deutlich größer als die Schiffe auf Donau, Rhein und Mosel und können bis zu 460 Gäste beherbergen.
Deutlich günstiger als bei SKR Reisen sind die Rundreisen durch China mit Berge & Meer. Allerdings ist die Teilnehmerzahl der Gruppenreisen hier meist deutlich größer. Auch der Reiseverlauf folgt einem festen Programm mit weniger individuellem Spielraum.

Die Flussreisen auf dem Yangtze starten meist in Chongqing im Südwesten Chinas. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Yangtze und Jialing und gehört flächenmäßig zu den größten Verwaltungseinheiten der Welt.
Von hier geht es flussabwärts Richtung Osten. Nach drei Übernachtungen enden die Flusskreuzfahrten in Maoping. Es werden auch Reisen in die entgegengesetzte Richtung mit Yangtze-Flussreisen von Maoping nach Chongqing angeboten. Die Fahrtrichtung wirkt sich auf das Tempo aus – flussaufwärts dauert die Strecke länger.
Die Flusskreuzfahrten 2026/27 sind zeitlich kurz, führen aber durch die bekanntesten Abschnitte des Yangtze. Das Schiff passiert die Wu-Schlucht, an der die Berge zu beiden Seiten rund 1.000 Meter aufragen, sowie die Qutang-Schlucht mit ihren steilen Felswänden.
Die angebotenen Landausflüge variieren je nach Reederei. Häufig führen sie in die Umgebung des Mount Shuanggui. Welche weiteren Stopps an Bord angeboten werden, hängt vom jeweiligen Veranstalter und vom konkreten Reiseverlauf ab.
Nach der Ausschiffung in Maoping besuchen fast alle Reisenden den 3-Schluchten-Damm in der Provinz Hubei. Das Bauwerk gilt nach installierter Leistung als größtes Wasserkraftwerk der Welt und ist zugleich eine der zentralen Sehenswürdigkeiten am Yangtze.
Letzter Stopp der Reise ist schließlich Shanghai. Hier am Yangtze-Delta enden die meisten Rundreisen durch China. Die Stadt ist Chinas wichtigster Hafen und zugleich eines der größten Finanzzentren Asiens.


Die beste Reisezeit für eine Flusskreuzfahrt auf dem Yangtze sind die Monate April bis Juni sowie September bis November.
Im Frühjahr und Herbst sind die Temperaturen entlang des Yangtze mild und es gibt nur wenige Niederschläge. Allerdings sind die Sehenswürdigkeiten in dieser Hauptreisezeit – sowohl für chinesische als auch für europäische Gäste – besonders gut besucht. Wer Wartezeiten an den großen Stätten reduzieren möchte, sollte die Reise früh im Jahr buchen.
Die Sommer am Yangtze sind heiß und feucht, regelmäßig ziehen Gewitter über die Region. Im Winter können die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken. Beide Jahreszeiten sind für eine Flussreise auf dem Yangtze nicht zu empfehlen.
Die klassische Route für Erstreisende wird oft als „Goldenes Dreieck" bezeichnet. Sie verbindet die drei wichtigsten Städte: die Hauptstadt Peking mit der Verbotenen Stadt und der Großen Mauer, die alte Kaiserstadt Xi'an mit der weltberühmten Terrakotta-Armee und die futuristische Hafenmetropole Shanghai. Diese Route bietet einen perfekten Überblick über die verschiedenen Facetten Chinas.
Für die meisten Erstbesucher ist eine geführte Rundreise die entspannteste und effizienteste Art, China zu entdecken. Die Sprachbarriere ist erheblich und die Organisation von Transport (Inlandsflüge, Zugtickets) und Eintritten kann kompliziert sein. Eine geführte Tour nimmt diesen Stress ab, sorgt für reibungslose Abläufe und bietet durch lokale Reiseleiter wertvolle Einblicke, die man alleine nur schwer bekommen würde.
Um die Highlights des „Goldenen Dreiecks" (Peking, Xi'an, Shanghai) ohne Hektik zu erleben, sollte man mindestens 10 bis 12 Tage einplanen. Möchte man die Reise um weitere Höhepunkte wie die malerischen Karstlandschaften von Guilin oder eine Yangtze-Kreuzfahrt ergänzen, sind 14 bis 16 Tage empfehlenswert. Für eine umfassende Reise, die auch weniger bekannte Regionen einschließt, sollte man 3 Wochen veranschlagen.
Die idealen Reisezeiten für China sind der Frühling (April bis Mai) und der Herbst (September bis Oktober). In diesen Monaten herrschen in den meisten Teilen des Landes angenehme Temperaturen und es gibt weniger Niederschläge. Der Sommer kann vor allem im Süden sehr heiß und feucht sein, während der Winter im Norden sehr kalt wird. Man sollte zudem versuchen, die nationalen Feiertage („Golden Weeks") Anfang Mai und Oktober zu meiden, da dann das ganze Land unterwegs ist.
Ja, deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise in die Volksrepublik China ein Visum, das zwingend vor der Abreise bei einer chinesischen Auslandsvertretung bzw. einem „Visa Application Service Center" beantragt werden muss. Bei Buchung einer Pauschalreise unterstützen die meisten Reiseveranstalter ihre Kunden bei der Beantragung, was den Prozess erheblich vereinfacht.
Die Preise für eine 10-14-tägige China-Rundreise variieren je nach Reisestil und Saison. Gruppenreisen mit Mittelklasse-Hotels beginnen bei etwa 2.000 bis 2.800 Euro pro Person ohne Flug. Komfortreisen mit besseren Hotels und kleineren Gruppen kosten 3.000 bis 4.500 Euro. Luxusreisen mit 5-Sterne-Hotels und privaten Transfers liegen bei 5.000 bis 8.000 Euro und mehr. Der Langstreckenflug nach China kostet zusätzlich 600 bis 1.200 Euro. Im Preis enthalten sind meist Übernachtungen, Frühstück und oft auch weitere Mahlzeiten, alle Transfers, Eintritte und deutschsprachige Reiseleitung.
Neben dem Goldenen Dreieck lohnen sich folgende Erweiterungen: Die Karstlandschaften von Guilin und Yangshuo mit einer malerischen Li-Fluss-Kreuzfahrt, eine mehrtägige Yangtze-Kreuzfahrt durch die spektakulären Drei Schluchten, die historische Wasserstadt Suzhou mit ihren klassischen Gärten, die moderne Megacity Hongkong als Kontrast, die Pandabären in Chengdu, die Reisterrassen von Longji oder Yuanyang, sowie Tibet mit Lhasa und dem Potala-Palast (erfordert Sondergenehmigung). Jede dieser Destinationen fügt der Reise eine einzigartige Facette hinzu.
Etablierte deutsche Veranstalter für China-Rundreisen sind Gebeco mit kulturell fundierten Studienreisen, Marco Polo Reisen mit erlebnisorientierten Touren, Studiosus mit gehobenem Komfort und kleinen Gruppen, sowie Ikarus Tours und China Tours als China-Spezialisten. Für Luxusreisen bieten sich Lernidee Erlebnisreisen und Diamir Erlebnisreisen an. Auch größere Veranstalter wie Berge & Meer und FTI haben China im Programm. Die Gruppengrößen variieren von 12-16 Personen bei Premium-Anbietern bis zu 25-30 bei Standard-Gruppenreisen. Privatreisen mit individuellem Programm sind ebenfalls buchbar, jedoch deutlich teurer.
In China sind einige kulturelle Besonderheiten zu beachten: Visitenkarten werden mit beiden Händen überreicht und empfangen. Trinkgeld ist unüblich und kann sogar als Beleidigung aufgefasst werden. Beim Essen sollte man nicht die Stäbchen senkrecht in den Reis stecken (Todessymbol). Gesichtsverlust vermeiden ist wichtig – nie laut werden oder jemanden öffentlich bloßstellen. In Tempeln angemessen kleiden (Schultern und Knie bedeckt). Fotografieren von Militäranlagen ist verboten. Die Große Firewall blockiert viele westliche Dienste (Google, Facebook, WhatsApp) – VPN kann helfen. Das soziale Kreditsystem und Überwachung sind präsent. Respektvoller Umgang mit politischen Themen ist ratsam.
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