
Da das Ziel ab Norddeutschland erreichbar ist, zählt das Nordkap zu den beliebtesten Reisezielen für Kreuzfahrten. Sowohl große Kreuzfahrtschiffe als auch kleinere Expeditionsschiffe bieten Reisen auf der Nordland-Route ab und bis Kiel, Hamburg oder Bremerhaven an. Vorbei an den spektakulären Fjordlandschaften Norwegens und den Lofoten geht es auf den Reisen weit über den Polarkreis hinaus. Wir zeigen die besten Kreuzfahrten zum Nordkap 2027/28.

Reisen zum Nordkap gelten – anders als Kreuzfahrten nach Grönland oder in die Antarktis – nicht als Expeditionskreuzfahrten. Die Strecke ist eisfrei und gehört zu den am meisten befahrenen touristischen Routen in Europa.
Befahren wird die Route sowohl von klassischen Kreuzfahrtschiffen als auch von kleineren Expeditionsschiffen. Besonders komfortabel sind die All-Inclusive-Reisen zum Nordkap mit Mein Schiff von TUI Cruises, die preislich in der oberen Mittelklasse liegen.
Bequem für deutsche Gäste: Die Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises fahren ab Bremerhaven, Kiel und Hamburg in 12 bis 14 Nächten bis zum Nordkap und wieder zurück. Damit entfällt der Flug zum Abfahrtshafen, was den Reisepreis senkt und die Anreise insbesondere für Familien und ältere Reisende vereinfacht.
Aufenthalte gibt es immer am Geirangerfjord und in Tromsø. Auf den zweiwöchigen Kreuzfahrten wird zudem Longyearbyen auf Spitzbergen angesteuert.
Für die Nordland-Reisen werden in den Saisons 2027 und 2028 die Schiffe Mein Schiff 1, 2, 3, 6 und 7 mit einer Kapazität für 2.506 bis 2.894 Gäste eingesetzt, vereinzelt auch die neuen, größeren Mein Schiff Relax und Mein Schiff Flow mit je 3.984 Gästen.

Die Schiffe von TUI Cruises sind mit Poollandschaft, Theater sowie mehreren Restaurants und Bars umfangreich ausgestattet. Bekannt sind die Mein-Schiff-Kreuzfahrten auch für die Gastronomie im Rahmen des All-Inclusive-Konzepts.
Auch auf kleinen Expeditionsschiffen werden Kreuzfahrten zum Nordkap angeboten. Hapag-Lloyd Cruises fährt mit der HANSEATIC nature in jedem Winter zwischen Dezember und April auf Polarlicht-Expedition ab und bis Hamburg zum Nordkap (14 Nächte, ab 9.190 € p.P.*).
Mit einer Kapazität für 230 Gäste werden auch schmale Schären- und Fjordlandschaften Norwegens angesteuert. Die HANSEATIC nature ist mit 17 Zodiacs ausgestattet und verfügt über drei Restaurants, einen beheizten Außenpool, einen Spa-Bereich und Kabinen von 21 bis 71 m².

Nordkap-Kreuzfahrten inklusive Spitzbergen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis werden 2027 unter anderem mit dem Kreuzfahrtschiff MSC Preziosa angeboten.
Ab Hamburg geht es zunächst über Bergen nach Molde. Anschließend fährt das Schiff in zwei Seetagen nach Longyearbyen auf Spitzbergen, bevor es für einen ganztägigen Aufenthalt nach Honningsvåg am Nordkap weitergeht.
Die große MSC Preziosa mit einer Kapazität für 4.345 Gäste ist ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Kreuzfahrtschiff mit zahlreichen Restaurants, Pools und Entertainment-Angeboten.
Auch AIDA fährt 2027 und 2028 mit mehreren Kreuzfahrtschiffen zum Nordkap. Die deutschsprachigen Kreuzfahrten starten in Kiel und Hamburg. Auf längeren Reisen können – unter anderem mit der AIDAsol und der AIDAluna – auch Ziele wie Spitzbergen und sogar Grönland erreicht werden.
Weitere empfehlenswerte deutschsprachige Reedereien, die klassische Kreuzfahrten ab und bis Hamburg und Kiel zum Nordkap anbieten, sind Phoenix Reisen und nicko cruises.


Norwegen stellt keine besonderen Einreiseimpfungen voraus, ein aufgefrischter Standardimpfschutz ist dennoch sinnvoll. Da Norwegen kein EU-Land ist, aber zum Europäischen Wirtschaftsraum gehört, gilt die europäische Krankenversicherungskarte nur eingeschränkt.
Eine zusätzliche Reisekrankenversicherung mit Rückholschutz bleibt deshalb empfehlenswert. Persönliche Medikamente sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden, da die Apothekendichte in den kleineren Hafenorten entlang der norwegischen Küste begrenzt sein kann.
Wer zu Seekrankheit neigt, sollte entsprechende Mittel einpacken, auch wenn die norwegische Küstenroute überwiegend durch geschützte Gewässer entlang der Schären führt.
Trotz Sommersaison können die Temperaturen nördlich des Polarkreises einstellig bleiben. Bewährt hat sich Kleidung nach dem Zwiebelprinzip: eine leichte Basisschicht, eine wärmende Lage aus Fleece oder Wolle und eine wind- sowie regenfeste Jacke darüber.
Eine Kopfbedeckung, leichte Handschuhe und eine Sonnenbrille gehören ebenfalls ins Gepäck. Unter der Mitternachtssonne scheint die Sonne bis in die Nachtstunden, sodass eine Schlafmaske für die Kabine hilfreich sein kann.
Bequeme Schuhe mit griffiger Sohle sind für Landgänge auf teils unebenem Terrain ratsam. Für die Wintersaison mit Polarlicht-Kreuzfahrten empfiehlt sich zusätzliche kalte- und windfeste Kleidung, da die Beobachtung der Aurora Borealis meist im Freien stattfindet.


Nordkap-Kreuzfahrten werden vorwiegend von Mai bis September angeboten – das ist auch die beste Reisezeit. Einige Reedereien wie Hapag-Lloyd Cruises und Hurtigruten bieten zudem auch im Winter spezielle Polarlicht-Routen ins nördliche Norwegen an.
Ab Mitte Mai geht die Sonne nördlich des Polarkreises nicht mehr unter und ermöglicht die Mitternachtssonne. Juni und Juli gelten als Hauptsaison mit den längsten Tagen und mildesten Temperaturen entlang der norwegischen Küste.
Im August kündigt sich langsam der Herbst an, die Landschaft zeigt erste Farbtöne und die Abende werden wieder dunkler. Wer die Mitternachtssonne erleben möchte, wählt Juni oder Juli. Wer es ruhiger bevorzugt, findet im späten August weniger Andrang an den Häfen entlang der Route.
Eine Nordkap-Kreuzfahrt ist eine Schiffsreise zum nördlichsten per Straße erreichbaren Punkt des europäischen Festlandes – dem Nordkap-Plateau auf der norwegischen Insel Magerøya (71° 10′ N). Die meisten Routen starten in deutschen Häfen wie Hamburg, Kiel oder Bremerhaven und führen entlang der norwegischen Küste über Bergen, Trondheim und Tromsø bis nach Honningsvåg, dem Hafenort des Nordkaps. Die Reisedauer liegt je nach Route zwischen 10 und 16 Tagen. Beliebte Kombinationen verbinden das Nordkap mit den Lofoten, dem Geirangerfjord oder Spitzbergen. Einige Routen starten auch in Southampton, Kopenhagen oder Amsterdam. Im Winter werden Nordlicht-Kreuzfahrten angeboten, die zwischen Oktober und März die Aurora Borealis in den Fokus stellen. Hurtigruten bietet zudem die klassische Postschiffroute von Bergen bis Kirkenes, die das Nordkap als festen Bestandteil einschließt.
Auf dem 307 Meter hohen Schieferplateau steht man am nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes und blickt über das offene Eismeer in Richtung Nordpol. Im Sommer scheint die Mitternachtssonne – von Mitte Mai bis Ende Juli geht die Sonne nicht unter, was die Landschaft in goldenes Licht taucht. Der Weg zum Nordkap führt durch eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften Europas: tiefe Fjorde, schneebedeckte Berge, Wasserfälle und Fischerdörfer. Die norwegische Küste oberhalb des Polarkreises verbindet Naturerlebnis mit kultureller Vielfalt – von der Hansestadt Bergen über das arktische Tromsø bis zu den Fischerdörfern der Lofoten. Im Vergleich zu Reisen nach Grönland oder Spitzbergen ist die Anreise zum Nordkap relativ kurz und auch ohne Flug möglich.
Neben dem Nordkap selbst mit Globus-Denkmal und Nordkaphalle bietet die Route zahlreiche Höhepunkte. Der Geirangerfjord gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und beeindruckt mit steil abfallenden Felswänden und den Wasserfällen De syv søstrene (Die sieben Schwestern). Die Lofoten bezaubern mit dramatischen Bergkulissen, türkisfarbenem Wasser und den traditionellen roten Fischerhütten (Rorbuer). Tromsø, das Tor zur Arktis, bietet die Eismeerkathedrale und das Polaria-Erlebniszentrum. In Bergen laden das historische Hanseviertel Bryggen (UNESCO-Welterbe) und der Fischmarkt zum Erkunden ein. Die Durchfahrt durch den Trollfjord auf den Lofoten ist ein Höhepunkt auf kleineren Schiffen. Im Winter sind die Nordlichter über dem arktischen Himmel das Highlight. Bei einigen Routen werden auch Hammerfest und Alta mit den prähistorischen Felszeichnungen (UNESCO-Welterbe) angesteuert.
Eine Nordkap-Kreuzfahrt ist eines der zugänglichsten arktischen Reiseziele und eignet sich für ein breites Publikum. Da viele Routen direkt in deutschen Häfen starten, entfällt die Anreise per Flug – das macht die Reise attraktiv für Familien, ältere Reisende und alle, die eine entspannte Anreise bevorzugen. Die norwegischen Häfen sind gut erschlossen, die Infrastruktur erstklassig. Das Angebot reicht von großen Hochseekreuzfahrten mit umfangreichem Entertainment-Programm über Postschiffreisen mit Hurtigruten bis zu Expeditionsfahrten auf kleinen Schiffen. Naturfreunde, Fotografen und Kulturinteressierte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Paare, die ein Erlebnis unter der Mitternachtssonne suchen. Im Winter sind Nordlicht-Kreuzfahrten besonders beliebt. Eine besondere körperliche Fitness ist nicht erforderlich, da die Landausflüge auf verschiedene Aktivitätsniveaus zugeschnitten sind.
Nordkap-Kreuzfahrten gehören zu den günstigsten Polarreisen. Große deutschsprachige Reedereien wie AIDA, TUI Cruises, MSC oder nicko cruises bieten 12- bis 16-tägige Routen ab deutschen Häfen bereits ab etwa 1.500 bis 3.500 Euro pro Person in der Innenkabine an. Balkonkabinen liegen je nach Reederei deutlich darüber. Die Hurtigruten-Postschiffreise von Bergen nach Kirkenes ist je nach Dauer ab etwa 1.500 bis 4.000 Euro buchbar. Expeditionskreuzfahrten auf kleineren Schiffen wie der HANSEATIC nature von Hapag-Lloyd Cruises oder mit PONANT liegen in einem höheren Preissegment. Da viele Routen in Hamburg, Kiel oder Bremerhaven starten, entfallen Flugkosten. Landausflüge sind bei den meisten Hochsee-Reedereien nicht im Preis enthalten, bei Expeditionskreuzfahrten und Hurtigruten teilweise oder vollständig inklusive. All-Inclusive-Tarife wie bei TUI Mein Schiff umfassen Getränke und weitere Leistungen.
Das Nordkap wird von einer großen Vielfalt an Reedereien angesteuert. Zu den deutschsprachigen Anbietern gehören AIDA Cruises, TUI Cruises mit der Mein-Schiff-Flotte, Phoenix Reisen mit MS Amadea und MS Artania sowie nicko cruises. MSC Cruises, Costa Kreuzfahrten und Norwegian Cruise Line bieten internationale Alternativen. Hurtigruten ist mit der traditionsreichen Postschiffroute Bergen–Kirkenes ein Klassiker für Nordkap-Reisen und bietet zusätzlich Expeditionskreuzfahrten mit den Hybrid-Schiffen Fridtjof Nansen und Roald Amundsen. Im Premium- und Luxussegment fahren Hapag-Lloyd Cruises mit der HANSEATIC nature, MS Europa und MS Europa 2 sowie die französische Reederei PONANT zum Nordkap. Auch Silversea und Seabourn bieten Routen in der Region an. Kleinere Schiffe haben den Vorteil, auch in enge Fjorde wie den Trollfjord einfahren zu können.
Für eine Nordkap-Kreuzfahrt nach Norwegen benötigen deutsche Staatsbürger und EU-Bürger kein Visum. Norwegen ist zwar kein EU-Mitglied, gehört aber dem Schengen-Raum an – ein gültiger Personalausweis oder Reisepass genügt für die Einreise. Bei Routen, die über Großbritannien (Southampton) führen, gelten seit dem Brexit gesonderte Einreisebestimmungen: Ein Reisepass ist erforderlich, ein Personalausweis reicht nicht aus. Für Kombinationsrouten mit Spitzbergen (Svalbard) gelten keine zusätzlichen Visa-Anforderungen, da Spitzbergen zu Norwegen gehört. Bei Routen über Island, die Färöer-Inseln oder Dänemark ist ebenfalls kein Visum nötig. Eine Auslandskrankenversicherung wird empfohlen. Die europäische Krankenversicherungskarte gilt in Norwegen grundsätzlich, in abgelegenen Regionen oberhalb des Polarkreises kann die nächste medizinische Versorgung jedoch weit entfernt sein.
Der Landausflug zum Nordkap startet im Hafen von Honningsvåg, einem kleinen Fischerort auf der Insel Magerøya. Von dort geht es über eine gut ausgebaute Straße bis zum Nordkap-Plateau. Der Weg führt durch eine karge, baumlose Tundralandschaft, in der häufig Rentierherden zu sehen sind. Auf dem 307 Meter hohen Plateau befindet sich die Nordkaphalle mit einer Ausstellung zur Geschichte des Kaps, einem Panoramakino, einer Kapelle und einer Bar. Das Globus-Denkmal am Rand der Klippe ist der meistfotografierte Punkt mit Blick auf das offene Eismeer. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zum Horizont, wo im Sommer die Mitternachtssonne über dem Meer steht. Die Reedereien bieten den Ausflug als organisierten Landgang an, alternativ ist Honningsvåg auch auf eigene Faust erkundbar.
Beides ist möglich, abhängig von der Jahreszeit. Die Mitternachtssonne ist das Highlight der Sommerkreuzfahrten: Am Nordkap geht die Sonne von Mitte Mai bis Ende Juli nicht unter. Besonders eindrucksvoll ist das Erlebnis rund um die Sommersonnenwende am 21. Juni, wenn die Sonne um Mitternacht tief über dem Horizont steht. Bereits ab dem Polarkreis (66° 33′ N), den die Schiffe etwa auf Höhe von Mo i Rana passieren, beginnt die Phase der hellen Nächte. Im Winter bieten Nordlicht-Kreuzfahrten zwischen Oktober und März die Chance, die Aurora Borealis zu beobachten. Die besten Bedingungen herrschen bei klarem Himmel, geringer Lichtverschmutzung und hoher Sonnenaktivität. Die Region um Tromsø und die Lofoten gilt als einer der weltweit besten Beobachtungsorte für Polarlichter. Hurtigruten bietet im Winter eine sogenannte Polarlichtgarantie an: Wer auf der gesamten Reise kein Nordlicht sieht, erhält eine kostenlose Folgereise.
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