
Die knapp 3.000 Kilometer lange Donauroute zwischen Passau und dem Schwarzen Meer ist spektakulär. Neben Metropolen wie Wien, Budapest und Bratislava liegen tolle Landschaften am einzigen großen Fluss in Europa mit Fließrichtung nach Osten. Wir zeigen, auf welche Höhepunkte sich Kreuzfahrttouristen auf der Donauroute in den Saisons 2026/27 freuen können.

In Deutschland beginnen die meisten Donaukreuzfahrten 2026/27 in der bayerischen Dreiflüssestadt Passau, wo Donau, Inn und Ilz aufeinandertreffen.
Von hier starten alle großen Reedereien Richtung Wien und Budapest – von günstigen Reisen mit Arielle und 1AVista Reisen bis zu Premium-Reisen mit VIVA Cruises und AMADEUS.
In Passau lohnt sich vor dem Start der Reise ein Besuch sowohl der mächtigen Burganlage Veste Oberhaus als auch des barocken Doms St. Stephan mit der größten Domorgel der Welt. Wer noch mehr Zeit hat, sollte auch durch die historische Altstadt mit ihren engen Gassen schlendern.
Nach dem Start in Passau führt die Route bereits nach kurzer Fahrt über die österreichische Grenze, immer entlang des berühmten Donauradwegs mit seinen idyllischen Uferlandschaften.
Nach dem Passieren der weltberühmten Schlögener Schlinge, einer spektakulären 180-Grad-Flussschleife im oberösterreichischen Donautal, ist Linz die erste Großstadt, die von den Flussschiffen flussabwärts erreicht wird.
Linz ist auf der Rückreise häufig nicht der erste, sondern der letzte Halt vor Passau. Die Hauptstadt Oberösterreichs ist nicht nur bekannt für die köstliche Linzer Torte. Linz hat auch eine schöne Altstadt mit dem gotischen Mariendom als zentralem Bauwerk und beeindruckenden Museen wie dem Ars Electronica Center.


Östlich von Linz erstreckt sich die Wachau. Das malerische Donautal zwischen Melk und Krems gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten jeder Donaukreuzfahrt 2026/27.
Das nur 36 Kilometer lange UNESCO-Welterbe wird in der Regel bei Tag befahren, damit die Schlösser, Burgen und Weinterrassen der Region vom Flussschiff aus in Ruhe bestaunt werden können.
Einige Donaukreuzfahrten legen auf ihrer Route auch einen Halt in Melk ein. Hier empfiehlt sich unbedingt ein Besuch des prächtigen Benediktinerstifts, eines barocken Meisterwerks hoch über der Donau. Auch das pittoreske Winzerdorf Dürnstein mit seiner blauen Stiftskirche und der Burgruine, in der einst Richard Löwenherz gefangen gehalten wurde, ist einen Spaziergang wert.
Weiter flussabwärts legen so gut wie alle Donauschiffe einen längeren Halt in Wien ein. Für viele Schiffe ist die Hauptstadt Österreichs nach dem Start in Passau auch die erste größere Anlegestelle.
In Wien warten mehr als 100 Museen und Prachtbauten des Barocks und Jugendstils auf die Flusskreuzfahrt-Touristen. Die Hofburg und das prunkvolle Schloss Schönbrunn sollten auf jeden Fall besichtigt werden, ebenso der Stephansdom im Herzen der Altstadt.
Bratislava – nur rund 80 Kilometer von Wien entfernt – ist für viele Kurzkreuzfahrten ab Passau der östlichste Halt der Route. Die slowakische Hauptstadt überrascht mit ihrer kompakten Altstadt und der imposanten Burg hoch über der Donau.


Längere Donaukreuzfahrten 2026/27, die keinen Halt in Linz oder der Wachau machen, fahren in der Regel über das ungarische Esztergom mit seiner mächtigen Basilika am Donauknie und anschließend bis nach Budapest.
Die ungarische Hauptstadt zählt zu den eindrucksvollsten Donau-Metropolen und überzeugt durch ihre einzigartige Lage zu beiden Seiten des Flusses.
Attraktionen, die man sich in Budapest nicht entgehen lassen sollte, sind das Burgviertel mit der Fischerbastei, das prächtige ungarische Parlament direkt an der Donau und die weltberühmten Thermalbäder wie das Gellértbad oder das Széchenyi-Bad. Besonders stimmungsvoll wirkt die Stadt bei einer abendlichen Flussfahrt durch die illuminierte Innenstadt.
Es werden 2026/27 auch mehrere Flussreisen durch das spektakuläre Eiserne Tor im Grenzgebiet zwischen Serbien und Rumänien bis ins Donaudelta am Schwarzen Meer angeboten.
Das Delta gehört mit einer Fläche von rund 5.800 Quadratkilometern und zahlreichen Inseln, Seen und Seitenarmen zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es ist ein Paradies für Naturliebhaber mit über 300 Vogelarten, darunter Pelikane und seltene Reiher.
Das Donaudelta wird auf zweiwöchigen Flussreisen ab Passau erreicht – zum Beispiel mit der A-ROSA FLORA, der VIVA TWO oder der MS VistaLilea. Diese ausgedehnten Routen führen zusätzlich durch Belgrad und Bukarest.

Die klassische und beliebteste Route für eine Donaukreuzfahrt führt von Passau in Deutschland nach Budapest in Ungarn und wieder zurück. Auf dieser Strecke werden die beeindruckenden Hauptstädte Wien und Bratislava sowie die malerische Wachau durchfahren. Diese Reise dauert in der Regel 7 bis 8 Tage.
Die Dauer einer Donaukreuzfahrt ist flexibel. Kurze Schnupperreisen dauern 4 bis 5 Tage und führen oft von Passau nach Wien. Die klassische Route bis Budapest dauert etwa eine Woche. Für die lange Route von Passau bis zum Schwarzen Meer, wo die Donau ins Donaudelta mündet, sollte man 14 bis 16 Tage einplanen.
Eine Donaukreuzfahrt ist eine Reise durch die europäische Geschichte und Kultur. Je nach Route werden Metropolen wie Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad besucht. Kleinere, aber ebenso reizvolle Städte wie Passau, Linz, Melk, Dürnstein in der Wachau oder Esztergom in Ungarn sind ebenfalls feste Bestandteile vieler Reiserouten.
Als beste Reisezeit für eine Donaukreuzfahrt gelten die Monate im Frühling (April, Mai) und im Herbst (September, Oktober). In dieser Zeit ist das Wetter meist angenehm mild, die Sehenswürdigkeiten sind nicht überlaufen und die Preise sind oft günstiger als im Hochsommer. Zudem kann man im Frühling die blühende Landschaft der Wachau und im Herbst die Weinlese erleben.
Auf Donaukreuzfahrtschiffen gibt es verschiedene Kabinenkategorien: Innenkabinen ohne Fenster sind die günstigste Option, Außenkabinen mit festem Fenster bieten Tageslicht, Kabinen mit französischem Balkon haben eine bodentiefe Panoramaglasfront, und Premium-Kabinen mit begehbarem Balkon ermöglichen Aufenthalte im Freien. Zusätzlich gibt es oft Suiten mit separatem Wohn- und Schlafbereich sowie erweiterten Annehmlichkeiten.
Für die klassische Donaukreuzfahrt von Passau nach Budapest reicht deutschen Staatsbürgern ein gültiger Personalausweis, da alle angelaufenen Länder (Deutschland, Österreich, Slowakei, Ungarn) zur EU gehören. Für längere Routen, die durch Serbien, Bulgarien oder Rumänien führen, wird ein Reisepass empfohlen. Der Pass oder Ausweis muss mindestens für die gesamte Reisedauer gültig sein.
Die meisten modernen Donaukreuzfahrtschiffe bieten kostenloses WLAN an Bord an. Die Qualität und Geschwindigkeit können jedoch variieren, besonders in abgelegenen Flussabschnitten oder beim Durchfahren von Schleusen. Premium-Reedereien wie A-ROSA und VIVA Cruises bieten in der Regel stabiles WLAN in allen Kabinen und öffentlichen Bereichen.
Trinkgelder auf Donaukreuzfahrten sind üblich, aber nicht verpflichtend. Als Richtwert gelten 5 bis 8 Euro pro Person und Tag für die gesamte Crew. Viele Reedereien bieten an, einen Pauschalbetrag am Ende der Reise über die Bordrechnung abzurechnen, der dann unter der Crew aufgeteilt wird. Bei einigen Anbietern sind Trinkgelder bereits im Reisepreis inkludiert.
Für eine Donaukreuzfahrt sollten Sie bequeme Kleidung für mehrere Lagen einpacken, feste Schuhe für Landgänge, lässig-elegante Abendgarderobe, Sonnenschutz, Regenjacke, einen kleinen Tagesrucksack für Ausflüge sowie Reiseadapter. Fernglas und Kamera sind für die Flusspassagen empfehlenswert. Die meisten Schiffe bieten Föhn und Handtücher, diese müssen nicht eingepackt werden.
Das Essen auf Donaukreuzfahrtschiffen ist vielfältig und hochwertig. Es gibt in der Regel Vollpension mit Frühstücksbuffet, Mittagessen und mehrgängigem Abendessen im Restaurant. Viele Schiffe bieten zusätzlich Snacks, Kaffee und Kuchen am Nachmittag an. Die Küche ist oft von regionalen Spezialitäten der bereisten Länder inspiriert. Sonderwünsche wie vegetarische, vegane oder glutenfreie Kost können meist bei Buchung angemeldet werden.
Moderne Donaukreuzfahrtschiffe sind zunehmend barrierefrei gestaltet. Viele neuere Schiffe verfügen über rollstuhlgerechte Kabinen, Aufzüge zwischen den Decks und behindertengerechte Sanitäranlagen. Allerdings können Landgänge in historischen Altstädten mit Kopfsteinpflaster und Treppen herausfordernd sein. Es wird empfohlen, bei der Buchung explizit nach barrierefreien Optionen zu fragen.
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