
Sardinien - häufig als die Karibik Europas bezeichnet - zählt zu den beliebtesten Urlaubsinseln im Mittelmeer. Per Fähre lässt sich die Insel vom französischen und italienischen Festland, von Sizilien und von Korsika erreichen. Wir vergleichen Routen, Schiffe und Bewertungen der vier großen Anbieter.
Die italienische Reederei Moby Lines gehört zu den größten Fähranbietern im Mittelmeerraum. Vom italienischen Festland fahren 2026 von vier Standorten Fähren – häufig mit ikonischer Looney-Tunes-Lackierung – nach Sardinien. Dazu kommen zwei Verbindungen ab Korsika.

✔ Bewertung: 2,7 von 5,00 Sternen (Trustpilot 05/2026)
✔ Routen nach Sardinien:
Genua – Olbia (6x pro Woche)
Genua – Porto Torres (7x pro Woche, betrieben von Tirrenia)
Livorno – Oalbia (12x pro Woche)
Piombino – Olbia (1x pro Woche)
Civitavecchia – Olbia (9x, betrieben von Tirrenia)
Fähren & Ausstattung:
Die Flotte von Moby Lines besteht aus 14 Fähren, die im Mittelmeerraum eingesetzt werden. Einige Routen werden vom Partnerunternehmen Tirrenia betrieben (siehe Foto). Beeindruckend sind vor allem die neuen Moby Legacy und Moby Fantasy, beide Baujahr 2023. Die Schwesterschiffe gehören zu den größten Passagierfähren der Welt und werden 2026 zwischen Livorno und Olbia eingesetzt. Auf beiden Fähren gibt es einen Food Court mit zahlreichen Gastronomie-Optionen, ein À-la-Carte-Restaurant, zahlreiche Bars und einen großen Spielbereich.
Auch die älteren Fähren wie die Moby Aki (Baujahr 2005, siehe Foto) haben mehrere Restaurants und zum Teil auch Pools auf dem Sonnendeck. WLAN an Bord ist kostenlos.
Kabinen:
Kabinen sind bei Moby Lines optional. Auf allen Fähren nach Sardinien können aber Liegesessel, Innen- und Außenkabinen gebucht werden. Auf einigen Schiffen auch Junior Suiten und Suiten.
Route:

Preis-Leistung:
Die Preise für eine Überfahrt von Livorno nach Olbia mit zwei Personen und PKW (Kleinwagen) starten bei 130 €. Von Genua nach Olbia sind es etwa 155 €, und die Strecke Civitavecchia - Olbia gibt es ab 168 €. Längere Fahrzeuge sind aufpreispflichtig.
Die Preise für eine Innenkabine starten bei 29 € pro Fahrt, eine Außenkabine gibt es ab 38 €. Ein Liegesessel kann schon ab 5 € reserviert werden.
Fazit:
Moby Lines fährt von vier Standorten auf dem italienischen Festland und zwei Standorten von Korsika nach Sardinien. Und setzt dabei zum Teil die modernsten und größten Fähren im Mittelmeerraum ein. Besonders das moderne Interieur-Design und der Food Court auf den neuen Fähren ab Livorno überzeugen. Darüber hinaus passt die Preis-Leistung. Moby Lines ist daher verdienter Testsieger für Fähren nach Sardinien.
Neben zwei Fährverbindungen zwischen Korsika und Sardinien bietet Corsica Ferries auch Überfahrten vom Festland nach Sardinien an. Die Route von Toulon nach Porto Torres ist in der Saison 2026 die einzige Fährverbindung vom französischen Festland nach Sardinien.

✔ Bewertung: 3,0 von 5,00 Sternen (Trustpilot 05/2026)
✔ Route ab Frankreich: Toulon – Porto Torres (2x pro Woche)
✔ Route ab Italien: Livorno – Golfo Aranci (7x pro Woche)
✔ Routen ab Korsika: Ajaccio – Porto Torres (1x pro Woche), Porto Vecchio – Porto Torres (1x pro Woche)
Fähren & Ausstattung:
Die Nachtüberfahrt von Toulon in Frankreich nach Sardinien (13,5 Stunden) ist die einzige Fährverbindung vom französischen Festland nach Sardinien. Von Livorno erreichen die Fähren von Corsica Ferries Sardinien in 10,5 Stunden. Die aktuell elf Fähren der Flotte sind etwas kleiner als die Schiffe von Moby Lines. Und zum Teil deutlich älter (Baujahre 1985 - 2008).
Fast alle Fähren nach Sardinien sind mit Buffet-, À-la-Carte- und Burger-Restaurant ausgestattet, es gibt immer einen Kinderbereich und zumeist auch einen kleinen Pool auf dem Außendeck. Die Fähren sind gut ausgestattet, wirken aber etwas altbacken.
Kabinen:
Die Buchung einer Kabine ist immer optional. Es gibt aber Innen- und Außenkabinen sowie Luxuskabinen mit Doppelbett statt Einzelbetten. Die Preise starten bei 59 € pro Kabine bei Nachtfahren und 35 € bei Tagesfahrten. Liegesessel im öffentlichen Bereich gibt es ebenfalls (ab 8 €). Die Kabinen sind zweckmäßig eingerichtet und haben eine Nasszelle mit Dusche und WC.
Routen:

Preis-Leistung:
Eine Überfahrt von Toulon nach Porto Torres mit zwei Personen und kleinem PKW startet 2026 bei rund 90 €. Von Livorno nach Golfo Aranci sind es mindestens 103 €. Eine Kabine kann separat gebucht werden. Die Preise liegen bei Corsica Ferries damit unter den Preisen von Moby Lines.
Sehr gute Preis-Leistung auch beim gastronomischen Angebot: Ein Frühstück (Brötchen, Croissant, Konfitüre, Heißgetränk) gibt es für 7,50 € pro Person, das Abendmenü mit drei Gängen kostet 19,80 € pro Person.
Fazit:
Auch aus Frankreich kommen Reisende per Fähre nach Sardinien - die neue Verbindung von Corsica Ferries macht es möglich. Die Fähren sind rustikal und schon etwas älter, die Preise für die reine Überfahrt (exkl. Kabine) dafür niedriger als bei Moby Lines. Corsica Ferries ist unser Preis-Leistungs-Sieger und belegt den zweiten Platz der Fähranbieter nach Sardinien.
Die Reederei Grimaldi Lines verbindet 2026 vier italienische Städte mit Sardinien - darunter auch die einzigen Fährverbindungen von Neapel und Sizilien. Wir stellen die Routen und Fähren nach Sardinien vor.

✔ Bewertung: 3,5 von 5,00 Sternen (Trustpilot 05/2026)
Routen nach Sardinien:
Civitavecchia - Olbia/Cagliari/Arbatax/Porto Torres (je 2 bis 7x pro Woche)
Livorno – Olbia (12x pro Woche)
Neapel – Cagliari (3x pro Woche)
Palermo – Cagliari (1x pro Woche)
Fähren & Ausstattung:
Die meisten der 14 Fähren von Grimaldi Lines sind 20 bis 25 Jahre alt - und so im Schnitt jünger als die Fähren von Corsica Ferries. Es werden unter anderem die Cruise Sardegna (Baujahr 2010) und Cruise Europa (2009) auf den Routen nach Sardinien eingesetzt. Die Fähren sind mit zwei Restaurants, mehreren Bars, einer Disco und einem Kinderbereich gut ausgestattet.
Besonderheit: Es gibt mit zwei Pools und einem Spa mit Sauna und Fitnesscenter die beste Wellness-Ausstattung aller Fähren auf dem Mittelmeer. Der Zugang ist allerdings kostenpflichtig. Mit Platz für 2.850 Passagiere gehören die Fähren von Grimaldi Lines zu den größten auf dem Mittelmeer.
Kabinen:
Genau wie bei den anderen Anbietern ist die Kabinenbuchung auch bei Nachtüberfahrten freiwillig. Zur Auswahl stehen neben Innen- und Außenkabinen auch Juniorsuiten. Alle Kabinen sind zweckmäßig ausgestattet. Es können bei Grimaldi Line auch Ruhesessel und sogar einzelne Betten in geteilten Kabinen gebucht werden. Die größte Kabinen-Vielfalt aller Anbieter.
Routen:

Preis-Leistung:
Die Route Livorno - Olbia konnten wir mit zwei Personen und PKW ab 103 € buchen, die Route von Neapel nach Cagliari sogar schon ab 85 €. Die Preise der Kabinen schwankten je nach Ausstattung und Lage zwischen 40 € und 120 €.
Zugang zur Sauna mit zwei Personen gibt es für 40 €, WLAN-Paket kostet mindestens 7 €. Ein Mittagessen im SB-Restaurant gibt es ab rund 22 € pro Person.
Fazit:
Nur Grimaldi Lines bietet Fährüberfahrten von Neapel und Sizilien nach Sardinien an. Die reine Überfahrt ist teilweise günstiger als beim Testsieger Moby Lines. Die Nutzung des Poolbereichs und das WLAN, bei Moby Lines im Reisepreis enthalten, ist bei Grimaldi Lines aufpreispflichtig. Das gastronomische Angebot ist zudem weniger umfangreich als der riesige Food Court von Moby Lines. Daher der dritte Platz im Vergleich.
Auch mit GNV (Grandi Navi Veloci) kann per Fähre vom Festland nach Sardinien übergesetzt werden. Die italienische Reederei fährt 2026 auf insgesamt drei Routen ab Genua und Civitavecchia.

✔ Bewertung: 2,3 von 5,00 Sternen (Trustpilot 05/2026)
✔ Drei Routen vom italienischen Festland
Routen nach Sardinien:
Genua – Olbia (6x pro Woche)
Genua – Porto Torres (6x pro Woche)
Civitavecchia – Olbia (2x pro Woche)
Fähren & Ausstattung:
Für GNV fahren einige der neuesten Fähren auf dem Mittelmeer. Zwischen Palma de Mallorca und Valencia wird etwa die erst 2024 in Betrieb genommene GNV Polaris eingesetzt.
Die Fähren auf den Routen nach Sardinien sind allerdings schon älter. Ab Genua fahren unter anderem die GNV Allegra (Baujahr 1987) und die Excelsior (1999). Die Fähren sind mit Pizzeria und À-la-Carte-Restaurant, Bar und Kinderspielraum ausreichend ausgestattet. Pools, Wellness oder Entertainment gibt es nicht. Gäste bewerten die GNV zudem etwas schlechter als die Wettbewerber, unter anderem wird die Hygiene an Bord sowie der teilweise chaotische Ablauf beim Boarding bemängelt.
Kabinen:
Im Gegensatz zu den anderen Reedereien wird bei GNV mindestens ein fester und nummerierter Sitzplatz reserviert. Alternativ sind auch komfortablere Pullmann-Sitze, Standard-Kabinen (Innen/Außen) sowie Familiensuiten mit drei Betten buchbar. Auch einzelne Betten in geteilten Kabinen können wir bei Grimaldi Lines gebucht werden.
Die Suiten wurden geschmackvoll renoviert und sind mit Doppelbetten und separatem Wohnbereich hochwertig ausgestattet. Die Standard-Kabinen dagegen sind sehr zweckmäßig ausgestattet und wirken etwas altbacken.
Routen:

Preis-Leistung:
Die Fähre von Genua nach Olbia konnten wir mit zwei Personen (ohne Kabine) und PKW ab 115 € buchen, die Fähre von Civitavecchia nach Olbia ab 139 €. Die Einstiegspreise liegen so etwas höher als bei Corsica Ferries und Grimaldi Lines.
Auch die Kabinen sind recht teuer. Der Aufpreis für eine Standard-Kabine gegenüber einem Pullmann-Sitz betrug je nach Route mindestens 115 €.
Die Gastronomiepreise sind dagegen niedrig - ein Frühstück mit Heißgetränk gibt es schon für 5,90 € pro Person.
Fazit:
Ältere Fähren mit Standard-Ausstattung und hohen Preisen. GNV belegt in unserem Vergleich nur den vierten Platz. Punkten kann die Reederei bei den geschmackvoll eingerichteten Suiten. Diese sind aber nur für die wenigsten Gäste relevant. Die recht niedrigen Bewertungen der Gäste bestätigen den durchwachsenen Eindruck.
Sardinien ist per Fähre vom italienischen und französischen Festland sowie von Korsika erreichbar. Die wichtigsten Routen ab Italien sind Genua–Olbia und Genua–Porto Torres (Moby Lines, Tirrenia, GNV), Livorno–Olbia und Livorno–Golfo Aranci (Moby Lines, Corsica Ferries, Grimaldi Lines), Civitavecchia–Olbia und Civitavecchia–Cagliari (Tirrenia, Grimaldi Lines) sowie Piombino–Olbia (Moby Lines). Ab Frankreich verbindet Corsica Ferries Toulon und Nizza mit Porto Torres. Von Korsika fahren Moby Lines und Ichnusa Lines fast stündlich von Bonifacio nach Santa Teresa Gallura in nur 50 Minuten. Für deutsche Reisende sind die Abfahrtshäfen Genua und Livorno am besten erreichbar.
Die Preise für die Fähre nach Sardinien hängen stark von Route, Saison und Kabinenwahl ab. Die günstigste Verbindung vom Festland ist die Strecke Toulon–Porto Torres mit Corsica Ferries: ab rund 90 Euro für zwei Personen mit Pkw. Ab Livorno nach Olbia starten die Preise bei etwa 103 Euro, ab Genua nach Olbia bei rund 120 Euro (jeweils zu zweit mit Pkw). Kabinen kosten je nach Ausstattung und Lage zwischen 40 und 120 Euro zusätzlich. In der Hochsaison (Juli/August) können sich die Preise verdoppeln. Tipp: Frühbucher profitieren bei allen Reedereien von deutlichen Rabatten, am besten sechs Monate vor der Reise buchen.
Die Überfahrtsdauer nach Sardinien variiert je nach Route zwischen 50 Minuten und 18 Stunden. Die kürzeste Verbindung vom Festland ist Piombino–Olbia mit rund 5 Stunden. Von Civitavecchia nach Olbia dauert es etwa 5 bis 8 Stunden, von Livorno nach Olbia 6 bis 8 Stunden. Die beliebte Route Genua–Olbia benötigt 10 bis 13 Stunden. Von Toulon (Frankreich) nach Porto Torres sind es 14 bis 18 Stunden. Die allerkürzeste Überfahrt ist die Strecke Bonifacio (Korsika)–Santa Teresa Gallura mit nur 50 Minuten. Nachtüberfahrten sind besonders beliebt, da man ausgeruht auf Sardinien ankommt.
Zu den fünf großen Anbietern zählen Moby Lines, Corsica Ferries, Grimaldi Lines, GNV und Tirrenia. Moby Lines bietet mit den 2023 gebauten Schwesterschiffen Moby Legacy und Moby Fantasy die modernsten Fähren mit großem Food Court, Pool und WLAN im Reisepreis. Corsica Ferries überzeugt als Preis-Leistungs-Sieger mit günstigen Tarifen ab 90 Euro und verbindet als einziger Anbieter auch Frankreich direkt mit Sardinien. Grimaldi Lines punktet mit der größten Routenvielfalt, darunter als einzige Reederei Verbindungen ab Neapel und Sizilien. GNV bedient Strecken ab Genua und Civitavecchia. Tirrenia fährt ganzjährig nach Cagliari im Süden der Insel.
Ja, alle Reedereien nach Sardinien befördern Wohnmobile. Die Preise richten sich nach Fahrzeuglänge und -höhe und liegen je nach Route und Saison deutlich über dem Pkw-Tarif. Bei Moby Lines gibt es auf der Strecke Piombino–Olbia sogar die Option „Camping on Board": Reisende können während der Überfahrt in ihrem eigenen Wohnmobil oder Wohnwagen an Deck übernachten, statt eine Kabine zu buchen. Das spart Kosten und ist bei Campern sehr beliebt. Wichtig: Gasflaschen müssen bei allen Reedereien vor der Einschiffung geschlossen und gesichert werden. Stellplätze für Wohnmobile sind besonders im Juli und August schnell ausgebucht – frühzeitige Buchung ist daher empfehlenswert.
Ja, die Anreise über Korsika kann eine attraktive Alternative sein, besonders für Reisende aus Süddeutschland, Österreich oder der Schweiz. Die Strecke führt zunächst per Fähre von Livorno, Genua oder dem französischen Festland nach Korsika und dann weiter mit der Kurzfähre von Bonifacio nach Santa Teresa Gallura in nur 50 Minuten. Der Vorteil: Man kann beide Inseln in einem Urlaub verbinden und die Kurzfähre verkehrt fast stündlich mit mehreren Anbietern. Die Überfahrt Bonifacio–Santa Teresa Gallura kostet ab rund 30 Euro pro Person oder ab 105 Euro für zwei Personen mit Pkw. Die Kombination aus Korsika- und Sardinien-Urlaub ist ein echter Geheimtipp für Inselhopping im Mittelmeer.
Die Wahl des Zielhafens hängt vom geplanten Urlaubsgebiet ab. Olbia und Golfo Aranci im Nordosten sind ideal für die Costa Smeralda und die Gallura-Region. Porto Torres im Nordwesten eignet sich für Reisen nach Alghero, Stintino und zum Nationalpark Asinara. Cagliari im Süden ist der richtige Hafen für die Südküste mit Villasimius und der Costa Rei. Arbatax an der Ostküste liegt perfekt für die wilde Ogliastra mit ihren einsamen Buchten. Tipp: Wer verschiedene Abfahrts- und Ankunftshäfen für Hin- und Rückreise wählt, kann eine Rundreise über die Insel planen, ohne doppelte Strecken fahren zu müssen.
Nein, eine Kabine ist bei den meisten Reedereien auch auf Nachtüberfahrten nicht verpflichtend. Passagiere können stattdessen auf Liegesesseln (Poltrona) oder in öffentlichen Aufenthaltsbereichen übernachten. Diese Option ist deutlich günstiger und wird besonders von jüngeren Reisenden und Rucksacktouristen genutzt. Die meisten Reedereien bieten zudem die Möglichkeit, auf dem Außendeck in Schlafsäcken zu übernachten, was auf den sommerlichen Überfahrten seinen eigenen Reiz hat. Wer bequemer reisen möchte, sollte allerdings eine Kabine buchen: Innenkabinen gibt es ab etwa 40 Euro, Außenkabinen mit Fenster ab rund 70 Euro. Familien mit Kindern empfehlen wir grundsätzlich eine Kabine für die Nachtüberfahrt.
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